DANIELSSTACHEL

Ein Satire Blog von Daniel Trumino

Herzlich Willkommen auf meinem Weblog

Ich wünsche viel Spaß mit meinen Artikeln, die gerne per Newsletter abonniert und kommentiert werden dürfen.

 

7 Tipps fürs Autofahren bei Schnee

Völlig überraschenderweise hat es 2017 bereits des Öfteren geschneit. Damit war zu dieser Jahreszeit natürlich nicht zu rechnen, weswegen viele Autofahrer verunsichert sind. Danielsstachel hat die ultimativen sieben Instruktionen für das Autofahren bei Schneefall:

  1. Wechseln Sie schon bei Sichtung der ersten Schneeflocke in den Panikmodus. Schöpfen Sie dabei emotional aus dem Vollen. Angstvoll aufgerissene Augen, auf den ersten Blick übertriebene Vorsicht und cholerische Wutanfälle sind angebracht.
  2. Fahren Sie buchstäblich im Schneckentempo an. Sie suggerieren so dem Auto, dass es fast gar nicht fährt. Damit senken Sie die Unfallgefahr drastisch.
  3. Sie dürfen, nein müssen, davon ausgehen, dass die Straßen glatt sind. Lassen Sie sich nicht irritieren, wenn es sich nur um einen leichten Schneefall handelt. Die Straßen sind glatt und damit basta. Deswegen passen Sie Ihre Geschwindigkeit natürlich an. Schritttempo in geschlossenen Ortschaften, Tempo 50 auf Landstraßen und maximal Tempo 80 auf Autobahnen sind durchaus angebracht.
  4. Apropos Autobahnen. Sie müssen bei Schneefall unbedingt auf der linken Spur fahren. Das lässt sich logisch erklären. Schnee kommt nämlich immer von der rechten Seite und hat damit einen längeren Weg zu Ihnen. Das gilt dann auch auf der Gegenfahrbahn. Versuchen Sie nicht, über diese Grundregel nachzudenken. Sie basiert auf postfaktischen Erkenntnissen. Lassen Sie sich hierbei nicht davon irritieren, dass bei dreispurigen Autobahnen die LKW überholenden LKW´s auf der Mittelspur trotzdem schneller fahren als Sie. LKW-Fahrer lieben ihren Beruf nicht so sehr wie Sie und sind daher etwas lebensmüde.
  5. Bremsen ist bei Schneefall nicht empfehlenswert. Zu groß ist das Risiko, dass es zu einem Zwischenfall kommt. Egal ob rote Ampel oder Oma auf der Straße, halten Sie einfach drauf. Bei überfahrenen Seniorinnen zahlt die Rentenkasse sogar einen Bonus.
  6. Falls Sie bisher noch keine Winterreifen besitzen sollten, kaufen Sie sich bitte auch keine. Diese Anschaffung lohnt sich nicht mehr, und das trotz der gesetzlichen Regelung. Denn eines ist klar: In Zeiten der Erderwärmung ist mit Schneefällen kaum zu rechnen.
  7. Auch das Befreien des Fahrzeugs von Schnee ist nicht zu empfehlen. Sobald Sie wenige Meter gefahren sind, beginnt der Fahrtwind diese Aufgabe für Sie zu erledigen. Auch Scheiben frei räumen oder (bei Eis) kratzen ist ein überholter Brauch. Also quasi Schnee von gestern.

Falls es trotz aller dieser Vorsichtsmaßnahmen wider Erwarten doch zu einem Unfall kommen sollte, rufen Sie bitte weder ADAC noch Polizei. Machen Sie einfach einen Spaziergang. Die Winterlandschaft lässt sich doch so besser genießen. In diesem Sinne: Gute Fahrt!

Bild: qimono

Haftstrafe für Dummies

Nachdem ich im August den New Yorkern die Bewährungsstrafe erklären musste, ist nun (für ganz Amerika) die Haftstrafe dran.

Manche Verbrecher werden in den USA so lange ins Gefängnis geschickt, dass sie dort auch sterben werden. Das nennt sich lebenslang. Zum Beispiel ein Kinderschänder in Michigan, der ein 18 Monate altes Mädchen missbrauchte, anschließend auf sie urinierte und das ganze auch noch filmte. Oder ein 43-jähriger Mann in Texas, der drei minderjährige Mädchen zwei Jahre lang sexuell missbrauchte. Zwischenfazit: Ihr macht das ganz toll.

Die Strafen sind trotzdem überdimensioniert. Auch wenn sich der Amerikaner gemeinhin für unsterblich hält sind 200 und 4060 Jahre Haft dann doch etwas arg optimistisch hinsichtlich der Lebenserwartung. Grundsätzlich wäre das ja noch kein Problem, wenn es nicht auch ein Gegenmodell dazu gäbe.

Für eine Vergewaltigung hinter einer Mülltonne bekam ein Student der Standford University statt der von der Staatsanwalt geforderten 6 Jahren nur 6 Monate Haft. Andere Täter müssen sogar überhaupt nicht ins Gefängnis. Liebe Amerikaner, so geht das nicht. Das sind ja fast schon deutsche Verhältnisse. Wenn man bei uns eine 14-jährige betrunken macht, vergewaltigt, das ganze filmt und das Mädchen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt mitten in der Nacht in einem Hinterhof ablegt, dann gibt das nur eine Bewährungsstrafe. Günstige Sozialprognose nennen wir das.

Aber ich schweife ab. Warum führt ihr in den USA nicht einfach eine Durchschnittsstrafe ein? Alle Kinderschänder kommen für 80 Jahre in den Knast, auch die schwerwiegenden Fälle. Dann bleibt noch genug Strafe für Vergewaltiger und andere Schwerverbrecher übrig. Klingt logisch, oder?

Allerdings müsst ihr dann auch die Regeln für die Bewährung beachten, die ich im August aufgestellt habe. Sonst wird das nichts mit lebenslang.

Bild: Babawawa

Zu Tode gemischt

Ein tragischer Unglücksfall ereignete sich heute in Bayern. Bei einer Skartpartie brach ein 57-jähriger Mann plötzlich zusammen. Der eilig herbeizitierte Dorfarzt konnte nur noch den Exitus feststellen. Auf dem Todesschein steht: Zu Tode gemischt.

Während eines Mischvorgangs des Neutoten konnten dessen Kameraden wohl schon immer gemütlich eine Maß Bier trinken. Daher machte sich anfangs am Stammtisch niemand ernsthafte Sorgen. „Ein bisschen verwundert war ich schon, als ich die zweite Maß bestellte und immer noch keine Karten vor mir lagen. Aber mei, das Bier schmeckte halt und da wollte ich nicht meckern“ berichtet ein Stammgast unter Tränen.

Das Schicksal hält noch einen äußerst dramatischen Fakt bereit: Der Vermischte, äh Verzeihung Verstorbene, wäre gar nicht an der Reihe gewesen. Sein Nebensitzer hätte eigentlich mischen müssen. Doch dieser war längere Zeit auf der Toilette, da er die zweite Portion Schweinebraten mit Blaukraut wider Erwarten nicht so gut vertragen hatte. Deswegen fiel der fatale Irrtum auch nicht auf.

Im Hirsch laufen nun die Vorbereitungen für die Wahl des Nachfolgers als Mitglied der traditionsreichen Skatrunde. Normalerweise geht das Mitgliedsrecht direkt auf den Erstgeborenen über,  doch der Verschiedene hatte leider nur Töchter. Und Frauen sind am Stammtisch leider nur zum Zwecke der Bierbereitstellung geduldet. Man darf also gespannt sein wer künftig am Skatspiel teilnehmen darf. Die Karten werden jedenfalls neu gemischt.

Bild: blickpixel

Check 24: Daniel Trumino wird 115 Jahre alt!

Für viele war es gestern nur eine kurzweilige Pflichtaufgabe der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Doch für mich war es viel mehr. Ein magischer Abend, an dem ich meinen Todesmonat erfahren habe. Dieser wird der Oktober 2093 sein.

Der geneigte Leser wird sich nun fragen, wie ich das erfahren habe. Durch das Gewinnspiel von Check 24! Für dessen Sieger übernimmt das Vergleichsportal nämlich lebenslang die Stromkosten. Und jetzt kommt es: Dieser Gewinn hat einen Wert von 24.000 Euro, wie man dem Werbespot entnehmen konnte.

Dank dieser Information konnte ich dann tatsächlich meine restliche Lebensdauer berechnen. Derzeit zahle ich monatlich 26 Euro Stromgebühren. Wenn das so bleibt, dann sind die 24.000 Euro nach genau 76 Jahren und 11 Monaten aufgebraucht. Folglich werde ich dann im Alter von 115 Jahren und 1 Monat sterben.

Natürlich habe ich nicht gewonnen. Aber das ist nicht wichtig. Denn das ändert den möglichen Gewinn nicht. Ein Ferrari kostet ja auch nicht weniger, wenn ich ihn nicht gewinne. Schade ist nur, dass es sich nicht um eine Mitpreisübernahme handelte. Bei der oben errechneten Lebenserwartung hätte ich dann sogar 276.900 Euro gewinnen können. Und da sind die Nebenkosten noch gar nicht dabei.

Bild: stevepb

Warum wir keine Test-Länderspiele brauchen

Lieber Jogi Löw,

leider muss ich den vielen Kritikern zustimmen: Test-Länderspiele gehören abgeschafft. Es geht doch auch gut ohne. Während der Qualifikationsspiele spielt sich die Mannschaft ein und bei den Turnieren wollen wir dann immer mindestens ins Halbfinale kommen. Das sollte doch zu schaffen sein, schließlich sind wir ja eine große Fußballnation.

Damit das so bleibt, müssen Sie natürlich permanent etwas entwickeln. Junge Spieler sollen strategisch aufgebaut werden. Aber bitte nicht während der Qualifikationsspiele, denn da muss sich die Mannschaft einspielen. Schließlich reicht die kurze Vorbereitungszeit vor einer Welt- oder Europameisterschaft nicht aus, um Automatismen bilden zu können. Früher beginnen ist hier der Schlüssel. Nach dem Turnier ist vor dem Turnier. Oder wie das heißt.

Aber bitte laden Sie die jungen Spieler nicht zum Confed-Cup im kommenden Sommer ein. Diese Veranstaltung ist zwar mehr ein Einladungsturnier oder Schaukampf, aber bitte nicht vergessen: Wir treten hier als Weltmeister an. Also sollten wir den Titel auch gewinnen. Deutsche kehren einfach nicht gerne mit leeren Händen aus Russland zurück.

Sie werden also einen Weg finden müssen, die jungen Spieler nach und nach heranzuführen ohne die wichtigen Abläufe für den Stammkader zu stören. Sein Sie doch einfach mal kreativ. Irgendwie muss man die Spieler doch mal auf die Probe stellen können, ob sie zu den arrivierten Spielern passen und wie Sie sich bei der Nationalmannschaft präsentieren. Nicht jeder gute Bundesligaspieler ist auch ein guter Nationalspieler.

So, ich bin froh, dass wir das nun geklärt haben. Test-Länderspiele abschaffen, junge Spieler strategisch aufbauen. Die großen Turniere gewinnen. Und den Confed-Coup. Eigentlich ganz einfach, oder Jogi?

Herzlichst,

Ihr Holger Z.

Bild: jarmoluk

Marketing für Profis I: Performa Kondome

Performa Kondome. Für ein länger andauerndes Sexvergnügen. Kennen Sie nicht? Ich schon. Beim Einkaufen musste ich heute an der Kasse warten und schaute mich gelangweilt um. Und da waren sie, die Pariser von Profis für Profis. Und zwar von Marketing-Profis für Sex-Profis.

Natürlich ist unschwer zu erkennen, dass hier echte Werbefachleute am Werk waren. Denn wer möchte beim Sex nicht ein Performa sein oder wahlweise eben mit einem Performa schnackseln. (Für alle die es nicht so mit Fremdsprachen haben: Das englische Verb to perform steht für – salopp übersetzt – es jemandem ordentlich zu besorgen.)

Danielsstachel möchte dem selbstverordneten Bildungsauftrag gerecht werden und nutzt diese Gelegenheit zum Auftakt einer neuen Serie: Marketing für Profis. Hier bekommen Sie in schöner Regelmäßigkeit Beispiele für professionelles Marketing vorgestellt und erklärt. Ist das nicht toll?

Eben. Natürlich dürfen an der Stelle Praxistipps nicht fehlen. Heute möchte ich erläutern, wie man diese geniale Idee souverän weiterführen kann. Nämlich mit der Entwicklung weiterer Produkte wie:

Kinda – die Kondome mit Loch. Auch unter dem Namen Trippa erhältlich.

Kleina – das Gegenstück zur XL-Variante.

Recycla – diese Kondome können Sie wiederverwenden.

Impotenta – die günstigsten Kondome. Hier zahlen Sie quasi nur die Verpackung.

Dumma – für alle mit einem IQ unter 70 und richtig guten Sex.

Übrigens zeichnet die Performa Kondome aus, dass sie in der Spitze mit Gel gefüllt sind. Damit soll die Erregungsphase des Mannes verlängert und der Höhepunkt hinausgezögert werden können. Marketing-Amateure hätten das Produkt übrigens Schnellspritza genannt.

Bild: GraphicMama-team

Freispruch für Supermarkt-Schläger

Das Landgericht Stuttgart hat heute den Supermarkt-Schläger freigesprochen. Der 42 jährige Mann hatte im Juli eine Kassiererin an ihrem Arbeitsplatz tätlich angegriffen und verletzt.

Den Tathergang schilderte der Leiter des Supermarkts. Völlig überraschend hatte sich an der Kasse des Opfers eine lange Schlange gebildet. Die Frau arbeitete so zuverlässig wie immer, war höflich und auch gewohnt schnell bei der Abwicklung ihrer Aufgaben. Allerdings ist ihr ein entscheidender Fehler unterlaufen: Sie hatte keine 2. Kasse eröffnet.

Bereits als 5 Kunden in der Schlange standen, wurden Rufe nach einer weiteren Kasse laut. „Wie gewohnt haben die Kunden nicht freundlich nach einer weiteren Kasse gefragt, sondern die Kassiererin direkt angeschrien“ berichtete der Filialleiter. Leider seien wegen des hohen Krankenstands keine weiteren Verkäuferinnen an diesem Vormittag bei der Arbeit gewesen, was die Frau auch entsprechend kommuniziert hatte.

Doch das war den Wartenden „scheißegal“, schließlich seien sie Kunden und damit auch Könige. Als die Schlange dann auf 8 Personen angewachsen war, ging der 42 jährige ohne weitere Vorwarnung auf die Frau los und fügte ihr neben Prellungen und Schürfwunden auch mehrere Knochenbrüche zu.

Trotzdem wird er für diese Taten nicht bestraft. Der Richter folgte der Argumentation der Verteidigung, wonach das Anrecht auf eine 2. Kasse so groß sei, dass es mehr gelte als Moral, Anstand und körperliche Unversehrtheit.

Bild: larsen9236

10 Sätze an denen Sie erkennen, dass Sie zu doof für Satire sind

Wenn Sie mindestens 3 der folgenden Sätze schon einmal von sich gegeben haben, sind Sie zu doof für Satire:

1 Das bildet die Wahrheit aber nicht ganz ab.

2 Ich verstehe die Reihe Satire in einem Satz nicht.

3 Also da ist mir der Ton jetzt doch etwas zu scharf.

4 Satirische Texte oder Websiten sollten besser gekennzeichnet werden.

5 Sarkasmus ist ein Zeichen von Schwäche.

6 Der Artikel ist völlig überzogen.

7 Das finde ich doof.

8 Mich stört der erhobene Zeigefinger wirklich.

9 Ich finde das nicht witzig.

10 Wieso hört das Artikelbild bei der Zahl 9 auf, wenn die Überschrift von 10 Sätzen spricht?

10 Wieso sollte Ironie Intelligenz beim Empfänger voraussetzen?

10 Das sind ja mehr als 10 Sätze.

10 Auch Satire hat Grenzen.

10 Man muss doch immer über eine Satire lachen können, oder?

10 Wieso kommt die 10 mehrfach vor?

10 Da, schon wieder!

Bild: 990609

Erstrebenswerte Krankheiten II: Argumentative Hypochondrie

Bereits im ersten Artikel dieser Serie hatte ich darauf hingewiesen, dass es Krankheiten gibt, die erstrebenswert sind.  Aus nicht vorhandenem Leser-Feedback weiß ich, dass viele Menschen sich bei der Lektüre gewünscht hatten Hypochonder zu sein, um die Vorteile des Sporadischen Tourette-Syndroms nutzen zu können.

Aber Danielsstachel wäre nicht der Leserfreundlichste der 1 Blogs die ich schreibe, wenn er nicht mit einer Lösung für dieses Problem aufwarten würde. Deswegen zaubere ich heute die Argumentative Hypochondrie aus dem Hut. Diese Krankheit haben Sie niemals wirklich, können mit ihr aber sehr gut argumentieren. Wie der Name eben schon sagt.

Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach. Sie müssen einfach nur erklären, Hypochonder zu sein. Damit bringen Sie Ihren Gesprächspartner in eine ausweglose Situation, egal wie er auf Ihre Behauptung reagiert. Sie haben dann auch die Möglichkeit gleich andere erstrebenswerte Krankheiten in die Kommunikation zu integrieren. Ich stelle Ihnen das nun anhand von zwei Dialogen vor:

 

Fallbeispiel: Hypochondrie wird nicht vom Gesprächsparter anerkannt

Hypochonder: Ich bin Hypochonder.

Gesprächspartner: Nein, das bist Du nicht.

Hypochonder: Das ist es ja, ich bin es nicht, aber ich bilde mir ein es zu sein. Das macht mich ja zum Hypochonder.

Gesprächspartner: Das klingt logisch.

Hypochonder: Eben. Und das Sporadische Tourette-Syndrom habe ich auch Du Miststück.

 

Fallbeispiel: Hypochondrie wird vom Gesprächspartner anerkannt

Hypochonder: Ich bin Hypochonder.

Gesprächspartner: Och Du Armer. Wie zeigt sich das denn?

Hypochonder: Im Sporadischen Tourette-Syndrom Du minderwertiges Stück Abfall.

 

Schlussbemerkung der Redaktion: Dieser Artikel wurde von einem Hypochonder geschrieben. Und wer das liest ist doof.

 

Bild: Erika Wittlieb

Der schlimmste Fehler, den ein Autor machen kann

Sehr geehrter Autor,

vor wenigen Minuten habe ich die Lektüre eines Textes beendet, der aus Ihrer Feder stammt. Ich muss es so klar ausdrücken: Ich bin schockiert. In der gerade einmal 15.000 Zeichen fassenden Niederschrift habe ich einen Rechtschreibfehler gefunden. Das ist der Gipfel der Inkompetenz. Ich möchte kurz aufzeigen, in welchen Punkten ich Ihnen fortan jegliche Qualifikation abspreche:

Punkt 1: Rechtschreibung

Das dürfte selbsterklärend sein. Ich war zwar anfänglich davon ausgegangen, dass sich mehr als ein Rechtschreibfehler eingeschlichen hat, aber nach einer Gegenprüfung der fraglichen Stellen mit dem Duden konnte ich Sie zumindest für die anderen Fälle entlasten.

Punkt 2: EDV-Kenntnisse

Es ist für mich völlig unverständlich, dass Sie nicht auf eine Software zurückgreifen, die Ihr Geschriebenes auf Fehler prüft. Ich habe Ihren Text in eine solche Software kopiert. Dort wurde zwar das falsch geschriebene Wort nicht markiert, weil es das Wort in der von Ihnen geschriebenen Form ja gibt und die falsche Rechtschreibung nur im Satzkontext zu erkennen ist, aber ich bin mir sicher, dass es auch Software gibt, die solche Zusammenhänge erkennen und kennzeichnen kann. Dann müssen Sie eben eine Weile nach einer passenden Software suchen.

Punkt 3: Sachkompetenz

Ich vermute, dass Sie das jetzt überraschen wird, aber ich kann meine Kritik auch an dieser Stelle mit einem soliden Argument stützen. Es dürfte nämlich einleuchtend sein, dass ich als Leser nicht davon ausgehen kann einen Text von einem Fachmann zu lesen, wenn dieser nicht einmal in der Lage ist sich in die Deutsche Rechtschreibung einzuarbeiten. Dieser Punkt trifft mich besonders hart, da es sehr schwer ist, für das dem Text zugrunde liegende Thema gute Artikel zu finden. Und in den ersten 5 und in den letzten 8 Absätzen können Sie eigentlich mit sehr guten Erklärungen, logischen Gedankengängen und interessanten Schlussfolgerungen aufwarten.

Punkt 4: Investitionsbereitschaft

Es ist grausam, dass heutzutage niemand mehr etwas Geld in die Hand nehmen möchte. Es wäre sicher ratsam gewesen auf die Dienste eines Lektors zurückzugreifen. Sicherlich sind das Kosten, die ein Autor auch erst mal wieder verdienen muss, aber wenn es der Qualität zuträglich ist, muss das eben sein. Da hilft es mir auch nichts, dass sie den Text kostenfrei online gestellt haben. Ich habe als Leser eben Ansprüche, die erfüllt werden müssen. An dieser Stelle bin ich dann auch nicht mehr bereit ein Buch von Ihnen zu kaufen, dafür haben Sie sicherlich Verständnis.

Punkt 5: Orientierung am Leser

Man kann es nicht wirklich erklären, wieso Sie Ihre Leser nicht im Hinterkopf haben, wenn Sie einen Text publizieren. Bitte vergessen Sie nicht, dass Sie von Menschen wie mir leben. Ich hoffe übrigens, dass es in Ordnung ist, dass ich diese Kritik nicht als Kommentar auf Ihrer Website hinterlasse, sondern eben hier auf dieser Website. Sie werden sicher etwas im Internet gesucht haben um hier her zu finden, aber das kann man ja auch erwarten.

Punkt 6: Sorgfalt

Auch hier sollten keine weiteren Erläuterungen notwendig sein. Falls doch, möchte das jemand bitte an der Stelle ergänzen. Ich kann das jetzt nicht weiter ausführen. Ich habe auch noch andere Dinge zu tun.

 

Hochachtungsfoll

Ein enttäuschter Leser

 

Bild: StockSnap

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